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Im Schutz Der Wächterburg

Im Schutz der Wächterburg

Rund um Eisenach kann man auf Tuchfühlung mit der Geschichte gehen

gd.djd.mh- Wartburg – Lutherburg: wohl jeder kennt die Wächterburg bei Eisenach als Martin Luthers Zuflucht, an dem er sich als Junker Jörg versteckte und gegen den Teufel mit dem Tintenfass antrat. Hier übertrug er das Neue Testament in eine allgemein verständliche deutsche Sprache und sorgte dafür, dass Redensarten wie die “Gewissensbisse” oder der “Wolf im Schafspelz” heute noch in aller Munde sind. Aber der landgräfliche Hauptsitz war schon Jahrhunderte vor Luther Schauplatz historischer Ereignisse. So wirkte im Hochmittelalter die Heilige Elisabeth hier – und das heutige Unesco-Welterbe galt schon damals als Zentrum des Minnesangs. Der Sängerkrieg inspirierte Richard Wagner zu seiner Oper “Tannhäuser”, die bis heute ein fester Bestandteil des reichhaltigen kulturellen Programms in Eisenach ist.

Ein Streifzug durch die Geschichte

Bei einem Bummel durch die Gassen der altehrwürdigen Stadt bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, um auf Tuchfühlung mit der stets präsenten Historie zu gehen. Verschiedene Baustile prägen beispielsweise die mehr als 100 Villen im denkmalgeschützten Villenviertel. Die oft herrschaftlichen Anwesen zeugen vom Zeitgeist des 19. Jahrhunderts. Zu einem der ältesten und schönsten Fachwerkhäuser Thüringens zählt das Lutherhaus, in dem eine preisgekrönte Ausstellung einen umfassenden Einblick in das Wirken des Reformators gibt. Nur ein paar Schritte weiter trifft man auf das größte Bachmuseum Deutschlands, das im Geburtshaus von Johann Sebastian Bach untergebracht ist. Oldtimerfans zieht es dagegen in die “automobile welt eisenach”, die rund 110 Jahre lokale Automobilbaugeschichte präsentiert und unter anderem einen Blick unter die Motorhaube von Dixi und Wartburg erlaubt. Weitere Tipps für einen individuellen Stadtrundgang finden Besucher unter www.eisenach.info im Bereich Stadtführungen.

Outdoor-Spaß zwischen Drachenschlucht und Rennsteig

Aufgrund der reizvollen Lage mitten im Thüringer Wald und in nächster Nähe zum Nationalpark Hainich schnüren sich die Wanderschuhe hier fast von allein. Durch die verwunschene Drachenschlucht zu streifen und über schmale Gitter den rauschenden Bach zu queren, ist für Klein und Groß ein spannendes Erlebnis. Auch eine “Runst”, also eine Wanderung auf dem berühmten Rennsteig, ist möglich, denn der Ortsteil Hörschel markiert den offiziellen Beginn des 170 Kilometer langen Kammwegs. Radfahrer können sich sogar noch weitere Ziele stecken: In Eisenach kreuzen sich verschiedene Radwege, die von der Wartburg bis zum Hainich oder auf dem Rennsteig entlang führen.

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