100 Jahre Bauhaus: Aufbruch in die Moderne

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100 Jahre Bauhaus: Aufbruch in die Moderne

Weimar feiert das Jubiläumsjahr 2019 mit neuen Museen, Festen und Ausstellungen

gd.djd.mh- Die Wiege des Bauhauses steht in Weimar: Hier gründete der Architekt Walter Gropius 1919 die bedeutendste Kunst- und Designschule des 20. Jahrhunderts, das Staatliche Bauhaus. Der Geist des Aufbruchs lockte viele internationale Künstler in die geschichtsträchtige Stadt nach Thüringen, etwa Lyonel Feininger, Paul Klee und Wassily Kandinsky. Sie prägten einen neuen Lebensstil, zu dem auch Tanz und Theater, Kunstgewerbe und Handwerk, Sport und Musik gehörten. Nicht zufällig wurde dort im selben Jahr mit der Weimarer Republik auch die erste deutsche Demokratie aus der Taufe gehoben. Mit zwei neuen Museen, großen Kulturfesten und modern inszenierten Ausstellungen feiert Weimar das Jubiläumsjahr 2019. So eröffnet im April das bauhaus museum weimar mit der ältesten Bauhaus-Sammlung der Welt: Rund um die berühmten Kunstwerke, meisterhaften Designobjekte und stilvollen Alltagsgegenstände entsteht ein kommunikativer Raum unter dem Motto „Wie wollen wir zusammenleben?“

Von Claude Monet bis Max Beckmann

Minimalistisch und großzügig zugleich wirkt der Neubau des bauhaus museums weimar und bildet den Mittelpunkt eines neuen Museumsquartiers der Moderne. Ebenfalls im April 2019 eröffnet das Neue Museum Weimar mit einer Ausstellung über „Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900“. Das elegante Design des Belgiers Henry van de Velde gilt als Vorläufer, der Philosoph Friedrich Nietzsche als Vordenker der Bauhaus-Idee. Das Museum zeigt herausragende Werke des Realismus, Impressionismus und des Jugendstils von Claude Monet bis Max Beckmann. Eine Werkstatt lädt zum handwerklichen Arbeiten ein, etwa im Buchbinden und in der Holzbearbeitung. Denn eine zentrale Forderung von Walter Gropius lautete: „Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück!“ Alle Informationen sind unter www.weimar.de zu finden.

Unesco-Welterbe: Bauhaus in Weimar

Drei Weimarer Bauhausstätten zählen zum Unesco-Welterbe: Das Hauptgebäude der Bauhaus-Universität von Henry van de Velde beeindruckt mit seinen gekrümmten Atelierfenstern im oberen Geschoss und mit seiner dynamisch geschwungenen Treppe, in deren Auge die Skulptur „Eva“ von Auguste Rodin steht. Das kantige Haus am Horn wurde 1923 als Musterhaus zur ersten Bauhaus-Ausstellung errichtet und gilt als Prototyp des modernen Wohnens. Auch sein komplettes Mobiliar stammt aus den Bauhaus-Werkstätten. Und die ehemalige Kunstgewerbeschule verblüfft durch die besondere Belichtung des Treppenhauses, in dem rekonstruierte Wandmalereien von Oskar Schlemmer zu sehen sind. Weitere Bauhausstätten lassen sich in der ganzen Stadt erkunden.

2018-09-12T10:31:43+00:00September 12th, 2018|Kategorien: Historische Stätten, Museen, Städte|Tags: , |

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